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Vom Mädchen zur Tragödie

Oktober 2020

Vom Mädchen zur Tragödie


Viele Stars werden sowohl durch ihr Talent und ihre Ausstrahlung als auch durch ihr turbulentes Leben berühmt. Marilyn Monroe, Judy Garland, Elvis Presley und James Dean sind unter ihnen. Vor diesen Legenden gab es Clara Bow, die sie mochte und aus dem Nichts berühmt wurde.

Clara Gordon Bow wurde am 29. Juli 1905 in Brooklyn, New York, geboren und war von Anfang an unerwünscht. Vor zwei Totgeburten und unter der Annahme, dass Clara folgen würde, füllte ihre Mutter Sarah Gordon ihre Geburtsurkunde nicht aus. Beide Eltern zeigten geistige Instabilität - Sarah entschied sich dafür, sich zu prostituieren, während ihr Vater Robert beiden Schaden zufügte, bis sie Clara vergewaltigte, als sie ein junges Mädchen war. In diesen gewalttätigen Momenten versteckte sich Clara, wo immer es möglich war. Eines Nachts stand Bows Mutter mit einem Messer über ihrem Bett und schwor, sie zu töten. Clara entkam knapp dem Tod, aber sie würde niemals der Schlaflosigkeit entkommen, die ihr ganzes Leben lang folgte. Sie hatte einen Freund, er war ein Junge aus der Nachbarschaft und sein Name war Johnny. Leider würde sein Leben nach einem Brandunfall plötzlich in Claras Armen enden.

1921 nahm Clara an einem Wettbewerb teil und gewann ihn, der von Fame and Fortune des Motion Picture Magazine gesponsert wurde - der Preis war eine Rolle in "Beyond The Rainbow" (1921). Leider wurde ihr Teil aus dem endgültigen Schnitt gestrichen und erst später hinzugefügt, als sie ein großer Star wurde. Für Clara war es egal, sie hatte gefunden, was sie tun wollte, und es mit Nachdruck verfolgt. Es war ihre Rolle als "Dot" Morgan in "Down to the Sea Ships" (1922), die Clara einen Bildschirmtest und einen kostenlosen Zug anbot, der von einem Agenten bei Preferred Pictures nach Hollywood gebracht wurde. Im Bildschirmtest war Clara erstaunlich in der Lage, auf Anweisungen zu reagieren und im Handumdrehen vom Lachen zum Weinen überzugehen. Vor Ort wurde sie zu einem dreimonatigen Filmvertrag über fünfzig Dollar pro Woche verpflichtet.

Zweiundzwanzig kleine Rollen später wurde sie mit ihrem Auftritt im Kassenschlager „The Plastic Age“ (1925) zum Star. Sie inspirierte auch B.P. Shulberg und Adolf Zukor schließen sich zusammen, um eines der großartigsten und langlebigsten Filmstudios aller Zeiten zu schaffen - Paramount Pictures. Als sie in dem Film "It" mitspielte, der auf Elinor Glyns gleichnamigem Roman basiert, wuchs ihre Popularität und sie wurde fortan als "The It" Girl bezeichnet. Sie wurde ein soziales Phänomen. Männer wollten sie und Frauen wollten sie sein - sie trugen ihren Lippenstift auf, damit ihre Lippen wie ein Herz aussahen, und spülten ihre Haare mit Henna aus. Aber eine solche Sensation zu werden würde einen hohen Preis bringen. Die Boulevardzeitungen gingen wild über Claras angebliche Liebesbeziehungen mit berühmten Männern. Ihre unruhige Vergangenheit holte sie ein, verursachte Probleme mit psychischen Erkrankungen und führte dazu, dass sie Alkohol und Drogen missbrauchte. Jetzt war sie als "Crisis-A-Day Clara" bekannt. Schließlich begann das Studio, ihre Filme abzusagen, und nahm eine Moralklausel in ihre Verträge auf, mit einem hohen Bonus, um ihren Namen aus den Zeitungen herauszuhalten.

Als Stummfilme „Talkies“ Platz machten, bekam Clara Angst vor Mikrofonen und befürchtete, dass ihr Brooklyn-Akzent ihre Karriere beenden würde. Trotzdem machte sie elf erfolgreiche Gesprächsbilder, darunter „Wings“ (1927), das den ersten Oscar für das beste Bild gewann.

Am Set ihres letzten Paramount-Films „Kick In“ (1931) war ein Nervenzusammenbruch nötig, um Clara zu einer Pause zu bewegen. Clara heiratete 1932 den Schauspieler Rex Bell und zog von Hollywood auf eine Ranch in Searchlight, Nevada. Völlig erholt von ihrem Zusammenbruch kehrte sie zurück, um "Call Her Savage" (1932) und "Hoopla" (1933) zu drehen, die ihre letzten Filme sein würden. Clara kehrte auf die Ranch zurück. Sie würde zwei Söhne haben, Rex Anthony Bell und George Robert Bell. 1949 wurde bei ihr Schizophrenie diagnostiziert. Ihr Mann unterstützte sie in diesen schwierigen Zeiten und sorgte dafür, dass sie von einer der besten psychiatrischen Einrichtungen betreut wurde. Sie starb am 27. September 1965 an einem Herzinfarkt.

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